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„Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur, adipisci velit …“ ist ein Blindtext, der nichts bedeuten soll, sondern als Platzhalter im Layout steht.
Die Verteilung der Buchstaben und der Wortlängen des (pseudo-) lateinischen Textes entspricht etwa der natürlichen (lateinischen) Sprache, weicht allerdings von der Verteilung der Buchstaben im Deutschen merklich ab. Der Text ist (absichtlich) unverständlich, damit der Betrachter nicht durch den Inhalt abgelenkt wird.
Als Platzhaltertext sind Lorem-ipsum-Passagen seit dem 16. Jahrhundert bei Setzern üblich, in den 1960er Jahren tauchten sie auf Letraset zur Demonstration der Gestalt verschiedener Schrifttypen und schließlich auch auf Computern auf. Im Laufe der Jahre wurden an verschiedenen Stellen Buchstaben eingesetzt, um die Nicht-Lesbarkeit zu verstärken. Auch sonst finden sich viele leicht voneinander abweichende Varianten dieses Textes.
Der Text selbst ist kein richtiges Latein, schon das erste Wort „Lorem“ existiert nicht. Dennoch erkennt man im Text eine Reihe offensichtlich lateinischer Worte. Die Herkunft der Phrase fand schließlich der US-amerikanische Lateinlehrer Richard McClintock heraus: schon im Ruhestand versuchte er zu dem ungewöhnlichen Wort „consectetur“ eine Liste von Fundstellen zusammenzustellen, und stieß dabei auf eine sehr ähnliche Textpassage in De finibus bonorum et malorum („Über die Grenzen des Guten und Schlechten“), Abschnitte 1.10.32 und 1.10.33 von Cicero (45 v. Chr.), dessen Text im Mittelalter weithin bekannt war: